Selber Mäckes!

Ich bin nicht das einzige Wesen im Siegerland, das sich ab und an über Worte wundert und sich schämt nachzufragen was sie bedeuten.

Wie selbstverständlich bekommt man da ein „Nodda!“ hinterher gerufen oder ein „Schur!“ entgegen geschmettert und dafür, dass man den Siegerländern eine gewisse Wortkargheit nachsagt, haben sie erstaunlich viele Siegerländer Wörte in den letzten Jahrhunderten zu einer Art Geheimsprache entwickelt, die nur Eingeborene verstehen.

Noch dümmer schaute ich aber aus der Wäsche, als mir bei einem meiner Radiowisentjobs, bei Radio Siegen, ein junger Mann ein Tonkännchen übergab auf dem „Mäckes“ zu lesen war. Peinlich berührt lächelte ich und sagte brav „danke“, nicht wissend, ob nun ein Hochzeitsbrauch dahinter stecke oder er mich vielleicht galant zum Gehen auffordern wollte.

Selber Mäckes!

Selber Mäckes!

Erst später fand ich heraus: das Siegerländer Mäckes ist ein Gastgeschenk. Ahhhh jaaaa schööön….ein Teekännchen??!? Wie kommt man denn bitte auf sowas?

Im Siegerländer Wörterbuch von Heinzerling/Reuter (1968/ 2. Auflage/ S.276) kann man unter anderem nachlesen:

MÄCKESJE, Mäckeskesselche, kleiner, irdener Kaffeekessel, so genannt, weil er bei den hauptsächlich hausierenden Mäckesern (Fremden) gekauft wurde, die untereinander oft stritten ( mäckese = zanken) und im Generalverdacht der Mäckeseräj (= Unordnung, Lumperei) standen.

Das Kaffeekesselchen selbst ist allerdings keineswegs negativ besetzt, kleine und große Kessel dieser Art wurden vor allem genutzt, um die Arbeiter in den Haubergen und bei der Feldarbeit mit warmem Kaffee zu versorgen. Früher war übrigens oft der Familienname auf dem Kesselchen eingebrannt. Heute ziert es der eigene Name Mäckes und ist eben jenes zu Anfang erwähnte Gastgeschenk!

Mannis Geheimnis oder ein Toupet für ein Mammut

Was für ein Aufruhr, als sich Menschen erdreisten die Wisenten als „Könige des Waldes“ in der lokalen Zeitung zu betiteln.

Ich behaupte es gibt viele Tiere, neben dem Wisent, die diesen Namen verdient haben. Mammuts zum Beispiel. Diese Giganten lebten vor ca. 2 Mio Jahren im Siegerland und durchstreiften in großen Herden die Weidegründe. Bis zu 5 Meter hoch und knapp acht Tonnen schwer wurden die größten unter ihnen und hätten damit sicherlich vor ihrem Aussterben den Titel König des Waldes verdient gehabt. Echte Stars eben! Die außer dem Menschen keine Feinde zu fürchten hatten, ähnlich uns Wisenten.

Paulchen und Manni

Paulchen und Manni

Manni ist im Übrigen auch ein echter Star, im Museum Wilnsdorf ist er noch heute ein Publikumsmagnet und begeistert vor allen Dingen immer wieder Kindergartenkinder und Schulklassen. Das Museumsmammut ist immerhin beeindruckende 3,5 Meter hoch und hätte sechs Tonnen auf schmalem Fuß auf die Waage gebracht. Beeindruckend!

Doch Manni hat ein Geheimnis. Er trägt ein Toupet. Als das Exponat 2003 nach Wilnsdorf zog, wurde sein Fell aufwendig rekonstruiert. Seine Unterwolle kommt aus Tibet, genauer gesagt von tibetischen Jaks ins Siegerland, die langen Fransen sind aus Pferdehaar und das wuschelige Kopffell gehörte mal einem Schaf.

Ich meine: Kein Grund zur Scham Manni! Erzähl es ruhig deinen Fans sie werden dich trotzdem lieben, denn du bist genau wie der Rest der Museumssammlung einfach echt beeindruckend und sehr sehenswert.

Euer gigantisches echt felliges Paulchen

Geisterjagd am Kindelsberg

Ich habe keine Angst, wovor auch?! Wisenten sind groß und fürchten nichts. mulmig wird Ihnen allerdings bei den vielen Sagen über Kobolde und Gespenster, bei denen man sich nie ganz sicher sein kann, ob nicht doch ein Fünckchen Wahrheit in Ihnen steckt.

Wieviele Funken in dieser Gespenstergeschichte steckten, konnte ich noch nicht ahnen, als ich mich am frühen Nachmittag auf den Weg machte um den Kindelsberg unweit von Kreuztal zu erklimmen.

Der Kindelsbergpfad ist abenteuerlich, er zieht über Stock und Stein seine Bahnen durch die dichten Wälder…hier und da bleibe ich stehen und lausche in die wabernden Nebelwände herein. Doch was sich anhört, wie raunende Stimmen der Waldkobolde ist nur der Wind. Ich atme tief die frische feuchte Luft und stapfe voran.

Auf 618 Meter über dem Meeresspiegel krönt ein alter Turm den Berg, dessen sagen bis hin in das dunkle Mittelalter reichen. Hier so habe ich gehört sollen sie leben…. Turmgeister!

Die Tür knarrt und ich trete in die gute Stube, hier ist es wohlig warm und man hat einen Ausblick über das ganze Siegerland wie mir scheint, eine nette Dame führt mich an einen Tisch und scheint gar nicht verwundert über den Wisentbesuch. „ach…“ Winkt Natascha ab…“hier oben sieht und erlebt man so einiges…“ Sie lächelt. Ich werde hellhörig. „Auch Gespenster?! gibt es hier Gespenster?“ „natürlich“ sagt sie.

ich bin schockiert, jetzt mache ich mir doch ein wenig Sorgen „Oft knarrt und ächzt das Holz und man hört ein flüstern im Haus ….“

Ich erstarre „Aber es ist ein altes Haus ….aus Holz.“ Wieder lächelt sie als sie sieht, dass ich entspannt die Luft ausatme, die ich kurz angehalten habe.

Das Fräulein vom Kindelsberg

Viele Kreuztaler kennen die Sage vom Fräulein vom Kindelsberg. Vielleicht ist sie für die ein oder andere Spukerei verantwortlich. Natascha ist sich da auch nicht ganz sicher. als in rauer Vorzeit nach die Kindelsburg auf dem Kindelsberg dröhnte lebte die junge Schöne hier und harrte auf die Rückkehr Ihres Liebsten, der an den Kreuzzügen teilnahm. er versprach ihr solange die Linde vor den Toren der Burg Grünen würde wäre er wohl auf, liebe sie und würde zurück kehren. drei Jahre lang wartete sie bereits und haarte sie auf die Rückkehr Ihres Ritters, dem Sie ewige Treue geschworen hatte, als ihr ein anderer den Hof machte. Doch sie erklärte ihm ihren Schwur, und dass sie ihre Hand niemandem versprechen könne, solange die Linde vor den Toren grünt. Da riss der fremde Ritter die Linde zornig aus und Pflanze einen verdorrten Lindenbaum an den selben Platz. Doch als das Fräulein grau vor Trauer dennoch und wiederholt seinen Hochzeitsantrag ablehnte erstach er sie heimtückisch und floh.

Einen Tag später kehrte der ersehnte Liebste heil aus dem Kampf zurück… Doch zu spät! Es blieb ihm nur seiner liebsten ein Grab zu bereiten. Natürlich am Fuße des Kindelsbergpfad unter einer blühenden Linde. Noch heute soll das graue Fräulein am Kindelsberg durch die Wälder wandeln und auf Ihren Liebsten warten, in ewiger Treue…

Glühender Turmgeist

Traurige Geschichte diese Sage, aber mit einem Turmgeist hat das nicht viel zu tun oder? Gedankenverloren blättere ich die Karte durch… Auch hier stehen die Sagen rund um den Kindelsberg beschrieben. Gedankenverloren starre ich in die Weiten des Siegerlandes. Ich bin enttäuscht die Geisterjagd war anstrengend und bis hierher erfolglos. die Wirtin legt die Hand auf meinen Pelz. “ du suchst den Turmgeist, ich zeige dir unseren Turmgeist.“ Viele Menschen haben ihn hier schon gesehen und erlebt… Er verdreht Ihnen gehörig den Kopf, so dass Ihnen ganz warm und kalt wird. Erhält sie an den Füßen fest und lässt sie stolpern.“ Sie stellt ein kleines Glas klare Flüssigkeit vor mich und entzündet es. Eine blaue Flamme tanzt auf dem Schnaps.

Da war er: der Turmgeist

Da war er: der Turmgeist

Auf der Karte steht der Turmgeist mit dem Hinweis „trinke ihn mit Bedacht!“ er ist ein Hammerschnaps lacht die Bedienung hinter der Theke „solange du sitzt ist alles gut, trittst du an die frische Luft trifft dich der Turmgeist mit dem Hammer!“

Ich lehne dankend ab, da haben kleine Wisenten dann doch großen Respekt vor.

Für betrunkene Gäste gibt es zur Abendstunde im Übrigen einen Alkoholtest der besonderen Art. Der Spielplatz verfügt über eine überdimensionale Hamsterrolle. Oha! Ich verstehe.

Lächelnd begebe ich mich auf den Rückweg und lasse die geschichtsträchtige Einkehr am Kindelsberg hinter mir. Geistergeschichten sind hier real und doch ganz anders als ich dachte! Ich liebe meine Siegerländer und ihre Art Geschichten lebendig werden zu lassen.

Euer gruselgeprüftes Paulchen

Von Zäunen im Kopf

Dieser Blogbeitrag ist zugegeben etwas aus der Reihe, aber es war mir ein Bedürfnis darüber zu schreiben.

Ich hoffe er gefällt euch dennoch. Aus gegebenem Anlass…

Je suis Charlie

Wisente leben fast ausschließlich in Gefangenschaft in Europa. Man gaukelt uns Freiheit vor, indem wir in möglichst große Gehege gesperrt werden, durch die Zäune kann man hindurch sehen und manche von uns haben sich sogar an diese Grenzen gewöhnt und sich mit ihnen arrangiert, als wären sie heimlich bei Nacht eingezäunt worden während sie schliefen… Manche von uns sind in Gefangenschaft geboren, von diesen Wisenten verspüren nur wenige die Lust die Welt hinter dem Zaun kennen zu lernen. Manchmal packt sie eine unbekannte Sehnsucht, wenn sie den Zugvögeln nachschauen, die Jahr für Jahr über die hinweg ziehen oder wenn die ältesten der Herde von den alten Tagen erzählen, von unfassbar großen Herden, die durch die Wälder und Steppen der Erde zogen… die Geschichten von damals übertreffen sich gegenseitig und das obwohl niemand nicht einmal Bulle Horno sie erlebt haben. Es muss also wirklich lange her sein.

Still lauscht die Herde den Erzählungen und alle sind sich einig darüber, das sie gleich morgen nach dem Frühstück oder auch nach dem Mittagsgrasen den Zaun des Geheges hinter sich lassen wollen.

Doch das Futter es schmeckt so gut…und im Gehege ist es sicher und Ranger achtet auf alle und…eigentlich ist es auch ganz nett, so unter sich zu sein. Bewundert zu werden von den Besuchern und ein bisschen „König des Waldes“ oder andere Spiele mit Ihnen zu spielen… und die Sehnsucht verfliegt im Alltag.

Wisente jedoch, die einmal den Zaun hinter sich gelassen haben, kehren niemals zurück. Draußen da…..da…. riecht man etwas das besser riecht, als das saftigste Fertigfutter, man schmeckt etwas, das süßer und besser schmeckt, als alles, was man je auf der Weide im Gehege wiedergekäut hat! Es ist die FREIHEIT!

Sie mag gefährlich sein. Die Nächte in Freiheit scheinen dunkler und der Wind rauer zu sein und hinter jedem Busch und Strauch gibt es Schatten zu entdecken.

Und plötzlich sind sie da…. die Zäune in deinem Kopf. Die dir sagen…das Geschöpf dort sieht anders aus als du, es riecht anders, es benimmt sich anders DAS kann kein Wisent sein, also ist es dein Feind.

Und dann gibt es noch die Zäune in deinem Kopf, die dir sagen „du bist größer als alle anderen Tiere um dich herum, also bist du auch besser…. zeig Ihnen wer König des Waldes ist…“

Nun lebe und arbeite ich als freies Wisent unter Menschen. Ich habe es geschafft und mein Gehege verlassen und obwohl die Herde mich damals noch ausgelacht hat, als ich Ihnen erzählte, ich würde in die Stadt gehen und Maskottchen von Radio Siegen werden, habe ich es geschafft. Ich gehe meinen Weg, weil es mein Leben ist.

Gibt den Zäunen keine Chance. Du hast schon so viele davon überwunden… Trau dich einmal mehr frei zu sein! Es tut so unendlich gut. Teile deine Freiheit und erzähle anderen davon! Lass dir keine Angst machen und tue was du liebst.
Ich jedenfalls werde weiter die Welt auf meine Art entdecken und darüber schreiben!Euer Charlie-Paulchen

Wie das RotHAARgebirge seinen Namen bekam

RotHAARgebirge?!

RotHAARgebirge?!

„Auf den Kuppen stehen vom Wind leer gefegte Buchen, über die Berge reicht der Blick bis zum Horizont. Zu hören ist nur das ewige Lied des Windes. Es ist Winter im Rothaargebirge, einer wild-romantischen, einsamen Ecke Westfalens.“

Hört sich das nicht wunderschön an? Ist es auch!

Meine Heimat ist so alt wie…so alt wie die Welt. Das Gebirge ist älter als alle Bäche die aus ihm entspringen und alle Wiesen die hier wachsen. Es ist wild, wie die Urwisente, die hier schon immer lebten und durch den ganzen Kontinent streiften und es ist rauh und gleichzeitig wunderschön.

Lieder wurden über meine Heimat geschrieben und Sagen darüber gedichtet. Über 1300 Quadratkilometer groß ist alleine der Naturpark Rothaargebirge, die Heimat der Wisente. Mehr Wald gibt es nirgendwo in Deutschland fast 70% seiner Fläche sind mit Bäumen bedeckt und bieten uns guten Schutz vor Wind und Wetter und Neugierigen Menschen.Im Rothaargebirges leben Kobolde, wie der „kleine Rothaar“ und die Menschen glauben an den „Quellenzauberer“ im Quellenreich von Eder, Lahn und Sieg, wo der Nebel sich nur selten lichtet und die Sonne den Waldboden wärmt.

Es ist nun aber nicht so, dass hier die Menschen oder gar die Tiere häufiger rote Haare hätten als anderswo. Oder die Rothaarigen hier beliebter wären als andere.Jedenfalls konnte ich das bei den Menschen nie feststellen, denen ich hier begegnet bin.

Woher also der Name?! Rothaargebirge….Ranger wusste mehr dazu! Ranger weiß viel über die Menschen, über die Wisente und über die Wälder. Kein Wunder, dass er auch eine Antwort auf meine Frage hatte.

Das Rothaargebirge hat seinen Namen aus grauer (nicht roter) Vorzeit, als die Menschen noch die alten Sprachen der Elfen und Wichtel beherrschten. Da nämlich hieß das Gebirge Rot-Harr….Rauhe Höhe und das macht Sinn!

Wieder was gelernt…

Euer rot-orange-haariges Paulchen

Warum Wisente kein Weihnachten feiern…

…ist schnell beantwortet. Es ist uns zu stressig und wir verstehen es nicht.

Weihnachtsanfänger Paulchen

Weihnachtsanfänger Paulchen

Man verbringt Zeit mit den Teilen der Herde, vor denen man sich das ganze Jahr erfolgreich gedrückt hat, um sich dann Dinge zu schenken, die man in einer stressigen Jagd erstanden hat, und sie umzustauschen, sobald die Läden geöffnet haben.

Menschen geben zu Weihnachten von ihrem Reichtum etwas an Menschen, die weniger reich sind, damit sie ein bisschen weniger arm sind… aber trotzdem nicht gleich reich, denn sonst würden sich die Reichen nicht mehr reich fühlen und dann ginge es allen schlecht.

Manchmal veranstalten Millionäre zu diesem Zweck auch ein Konzert, damit Menschen ihnen Geld geben, das die Millionäre dann spenden können. Das habe ich bei Ranger mal im Fernsehen gesehen und es auch nicht verstanden. Aber es hat funktioniert. Viele Menschen haben Geld gespendet, weil sie sich zu Weihnachten ein gutes Gewissen gewünscht haben.

Wisente halten es da etwas anders. Wir sind eine HERDE.

Ich weiß nicht, ob Menschen den tieferen Sinn einer Herde verstehen können. Wir sind füreinander da. Wenn es stürmt rücken wir näher zusammen und wir lassen niemanden zurück. Wir sind zufrieden,solange das Gras grün ist und die Sonne jeden morgen über unseren Wolken im Rothaargebirge steht.

Wir sind dankbar für die Natur um uns herum und könnten uns deshalb auch keinen schöneren Ort vorstellen, als dort zu sein, wo wir eben gerade sind. Jedes Mitglied der Herde wird hier gebraucht, die Starken auch die weniger Starken, die Muttertiere und die Kämpfer und selbst die Kälbchen. Jeder hat seinen Platz und jeder kann etwas für die anderen tun.

Wenn wir uns etwas schenken, dann hat das eigentlich nie etwas mit Geld zu tun, sondern wir schenken uns gemeinsame Zeit,zeigen uns die schönsten Stellen mit den besten Moosen uns Wasserläufen, solche Dinge eben…

Und das natürlich nicht nur an einem oder zwei Tagen im Jahr.

Ich fürchte ich muss noch viel länger mit Menschen leben und arbeiten bis ich sie ganz verstehen werde.

Ich werde sie weiter beobachten und darüber schreiben. Bis dahin tue ich das, was sie auch zu dieser Jahreszeit tun und wünsche  euch allen besinnliche Weihnachtsfeiertage!

Euer Weihnachtsanfänger Paulchen

Doubletrubel

Als mir meine Herde sagte ich sei berühmt, dachte ich sie hätten nicht mehr alle Fliegen im Fell.

Nur, weil einer der geschwätzigen Tauben aus der Stadt ein Plakat von einem Paulchen-Doppelgänger, unweit des Sieg-Carrés, gesehen haben wollte….

Ich hatte bei Radio Siegen auch schon davon gehört, dass Menschen andere Menschen nachmachen. Wenn Sie sie besonders toll finden, sie besonders reich oder schön sind. Aus Wachs zum Beispiel oder einfach indem sie sich genauso anziehen, wie ihr großes Vorbild. Und dann  nennen sie sich „Double“ oder auch „Fan“.

Aber wieso sollten Menschen mich nachmachen. Weil ich plüschig bin? Oder süß? Weil ich mehr WISENT bin als sie? Ich musste Lächeln bei dem Gedanken daran, dass meine Kollegen sich Hörnchen aufsetzen würden, nur weil sie einmal Wisent sein wollen.

Verstehen könnte ich es ja, denn der Mensch ist von der Natur nicht gerade gesegnet worden mit seinen storchigen Beinchen, seinem spärlichen Fell, das im Winter nun wirklich nicht wärmt, so dass sich einige von Ihnen aus Verzweiflung sogar einige Haare im Gesicht wachsen lassen müssen.

Menschen sind im Dunkeln fast hilflos, Ihre Nase funktioniert nicht und Hörner…….aber lassen wir das, ich schweife ab. Konnte es wirklich möglich sein, dass ich Fans habe…..oder ein Double?

Ich brauchte nicht lang zu suchen, das Siegcarré ist in Siegen fast so bekannt, wie Bulle Horno unter den Wisenten oder Benni Bauerdick bei Radio Siegen.

Kaum hatte ich die charmant kleine Einkaufszeile betreten, zog mir der feine Duft von geröstetem, Nüssen und Schokolade um die Nüstern.

Und dort stand sie: eine Armee kleiner Paulchens im Weihnachtsmanndress. Ich war gerührt. 50 Cent der Schokodoubles geht an meine Herde! Was für eine schöne Idee des Chocolatiers Podzimek und seinem NASCHWERK.

Er hat schon viele Auszeichnungen für seine süßen Kreationen gewonnen, aber das hier, da bin ich mir ganz unbescheiden sicher: ist die Krone der Schokoschöpfung.

Weniger plüschig als das Original, aber lecker und mindestens genauso süß.

Euer Original – Paulchen

Fast genauso süß wie ich

Fast genauso süß wie ich